
Teil 2
Bei der wahren Flut von aufgenommenen Bildern fiel die Auswahl deutlich schwer. Aber anhand dieser Bilder könnt ihr euch wahrscheinlich einen sehr guten Eindruck dieser tollen Japanreise verschaffen. Viel Spaß dabei.
Hier sind wir noch im Tokugawa Kunstmuseum in Nagoya :
Eine außergewöhnliche u. beeindruckende Sammlung der Tokugawa Familie
Die Sammlung des Tokugawa-Kunstmuseums besteht im Wesentlichen aus den Nachlässen von Tokugawa Ieyasu und umfasst Schätze, die von den Fürsten von Owari geliebt wurden, die an der Spitze der drei Zweigfamilien (Gosanke) des Tokugawa-Shōguns standen
Dementsprechend gehören Qualität und Quantität der Sammlung zu den besten in Japan, insbesondere was die in einem Daimyō-Haus vererbten Schätze betrifft.
Darüber hinaus zeichnet sich das Museum dadurch aus, dass seine Sammlung über gut dokumentierte historische Aufzeichnungen verfügt, aus denen hervorgeht, dass die Objekte nicht einfach nur zu Anschauungszwecken gesammelt wurden, sondern für den tatsächlichen Gebrauch im offiziellen und privaten Leben der Daimyō verwendet wurden. Ein MUSS für jeden SAMURAI Fan!
Das hier ist auch typisch Japan, an diesem Automaten kann man sich frisch gepressten Orangensaft holen und das auch noch zu einem äußerst günstigen Preis. Unglaublich.
Und hier sind wir von Nagoya aus in Inuyama angekommen
Dort gibt es, wie in Japan oft zu sehen, sehr schön verzierte Gullideckel die zum einen natürlich die berühmte Burg Inuyama zeigen als auch die traditionelle Kormoran-Fischerei auf dem Kiso Fluss. Diese werden sowohl für Einheimische als auch für Touristen per Hand auch in verschiendenen Farben (z.B. Grün u. Orange) dekoriert. Und nebenbei haben sie auch noch die Aufgabe den "schmutzigen" Ruf der Kanalisation zu verbessern.
Zwischendurch findet man auch immer wieder sehr schöne, große Anwesen von wohlhabenden Familien, während man dort zu Fuß unterwegs ist zur Burg.
Hier kann man sich sehr gut vorstellen, wie es in diesen alten Gassen mit der Burg auf dem Hügel im Hintergund zur Zeit der SAMURAI ausgesehen hat mit geschäftigen Treiben in den Gassen. Als ob man in einem historischen Film wäre zurückversetzt in die Zeit. Wirklich sehr schön.
Die Burg Inuyama (犬山城, Inuyama-jō) ist eine der wenigen Original erhaltenen Burgen in Japan die unbeschadet die Jahrhunderte überstanden hat und ein Nationalschatz Japans. Und das völlig zurecht.
Sie ist Japans vielleicht älteste u. authentischste Burg mit Blick auf die jap. Alpen. Als eine von nur 12 "Originalburgen" (genboku), deren Hauptturm (Tenshukaku) die Feudalzeit überstanden hat, gehört sie zu den ältesten und wertvollsten japanischen Samurai Burgen.
Der 1537 erbaute Burgturm ist weitgehend im Originalzustand. Im Gegensatz zu vielen anderen berühmten Burgen, die aus Beton neu gebaut wurden, weil sie zum Teil mehrfach belagert, bombardiert und abgebrannt wurden, besteht die Burg Inuyama aus altem Holz mit steilen Treppen und knarzenden Böden.
Von hier oben hat man auch eine Wahnsinns-Aussicht über das gesamte Tal.
Die strategisch günstig auf einem keilförmigen Hügel gelegene Burg war die erste Burg, die dem Kriegsherrn Oda Nobunaga vollständig gehörte.
Eine der mit Abstand schösten Burgen Japans und noch dazu in Originalzustand. Das war in jedem Fall den Besuch wert.
Essen und Trinken ist in Japan natürlich auch immer ein wichtiges Thema und nach so einem Tag auch wohlverdient.
Kampai 乾杯 !
Hier haben wir auch wieder etwas ganz Besonderes dieser Japanreise. Ein Besuch in einer der besten Iaito Manufakturen Japans ! Minosaka !
Dort haben wir eine sehr interessante Werksbesichtigung gemacht und den Schwertschmiedemeistern bei Minoska auch mal bei Ihrer Arbeit über die Schultern geschaut.
Wirklich sehr interessant das mal selbst vor Ort sehen zu dürfen.
Minosaka Co., Ltd. wurde 1919 als „Kokon Tozai Sword Research Institute“ gegründet und fertigt und verkauft seitdem Schwerter von höchster Qualität. Mit der Erfahrung von Jahrhunderten, innerhalb der Familien von Schwertschmiedemeistern von Generation zu Generation weiter gegeben, fertigt Minosaka heute mit viel Herzblut und Leidenschaft u. mit einer über 100-jährigen Firmengeschichte und Erfahrung als traditionelle Manufaktur einige der qualitativ hochwertigsten und traditionellsten Iaito (Übungsschwerter aus Zink Aluminium Legierung) von ganz Japan in authentischer Aufmachung (Koshirae).
Hier stehen wir am Bahnhof vor dem Wahrzeichen der Stadt Gifu. Sie ist natürlich durch und durch geprägt von Oda Nobunaga, dem ersten der drei Reichseiniger Japans.
Und hier oben auf dem steilen Hügel, sehen wir seine Burg, die über eine Seilbahn und darauf folgenden Fußweg zu erreichen ist.
Eine wirklich sehr schöne Umgebung hier auch mit der dreistöckigen Pagode am Fuße des Berges Kinka.
Mit der Seilbahn geht es hoch hinauf um zur Burg zu kommen.
Leider ist die Burg heute ein Nachbau aus Stahlbeton. Die ursprüngliche Burg wurde um das Jahr 1600 zerstört. Nach einem früheren Nachbau von 1910, der wiederum im 2. Weltkrieg durch alliierte Luftangriffe zerstört wurde, wurde der heutige Bau im Jahr 1956 auf dem Gipfel des Berges Kinka neu errichtet. Sie dient heute als Museum und Aussichtspunkt. Ursprünglich wurde sie im 13. Jahrhundert erbaut.
Früher hieß die Burg Inabayama Castle (jap. 稲葉山城, Inabayama-jō). Als Oda Nobunaga 1567 das Gebiet unter großen Mühen unter sich gebracht hatte, änderte er den Ortsnamen von Inokuchi (井の口) in Gifu (岐阜) und nannte auch die Burg so. Oben auf dem Berg wurde der Burgturm und weitere Befestigungen errichtet, und am Fuße des Berges wurde die Burgstadt und die Residenz angelegt. Um aber näher an Kyōto zu sein, baute Nobunaga 1576 die Burg Azuchi am Biwa-See und zog dorthin um.
Im obersten Stockwerk der Burg befindet sich eine Aussichtsplattform mit einem 360-Grad-Panoramablick auf die Umgebung, einschließlich des Nagara-Flusses und Nagoya. Und wieder: ein atemberaubender Ausblick.
Auf dem Weg nach Takayama sehen wir hier aus dem Zugfenster, trotz eher schlechtem Wetter, die eindrucksvolle, zerklüftete und von Flüssen durchzogene Landschaft Japans.
Ein vollautomatischer "Kellner" bringt per Tablet bestelltes Essen und Getränke an alle Tische.
Am nächsten Morgen machen wir auf unserer Weiterreise einen kleinen Zwischenstop in Hida-no-Sato.
Ein Museumsdorf mit über 500 Jahre alten Häusern aus der Edo-Zeit.
Hier gibt es original erhaltene Häuser im gassho-Style (mit steilen Strohdächern damit der Schnee abrutscht). Die insgesamt 30 Gebäude sind teilweise bis zu 500 Jahre alt und einige davon wurden aus Shirakawa-go, einem Weltkulturerbe der Unesco, das bereits seit 1.800 Jahren existiert, hierher verlegt. Man kann die Häuser alle auch von innen besichtigen.
Man bekommt so natürlich einen imposanten Eindruck wie das Leben in Japan in der Zeit der Samurai gewesen sein muss.
Überall - wie in Japan üblich - natürlich auch Reisfelder u. Torii 鳥居.
Und auf unserem Weg viele schöne, japanische Landschaften am Wegrand.
Angekommen an einem weiteren Zwischenstop am Suwa Taisha. Einer der ältesten Schreine Japans.
Der Suwa-Taisha (jap. 諏訪大社; etwa: „Großschrein von Suwa“) der auch als Suwa Daimyōjin (諏訪大明神) bekannt ist, ist ein Shintō-Schrein in der Nähe des Suwa-Sees in der Präfektur Nagano. Er ist einer der ältesten Schreine überhaupt und wird bereits im Kojiki erwähnt. Er ist der Hauptschrein von etwa 10.000 weiteren Suwa-Schreinen in ganz Japan. Der Schrein-Komplex ist der Ichinomiya der ehemaligen Provinz Shinano und stand laut Nihon Shoki bereits im späten 7. Jahrhundert.
Takeda Shingen´s Verehrung für den Gott von Suwa zeigt sich auch in einigen seiner Kriegsfahnen, die den synkretisierten buddhistischen Namen des Gottes tragen: Suwa Nangū Hosshō Kamishimo Daimyōjin (諏方南宮法性上下大明神 "Dharma-Natur-Daimyōjin des Oberen und Unteren Südlichen Suwa-Schreins"), sowie an seinem ikonischen Helm, dem Suwa-Hosshō-Helm (諏訪法性兜).
Ein sehr geschichtsträchtiger u. außergewöhnlicher Schrein.
Statue des berühmten Sumo-Ringers Raiden Tameemon. Raiden, einer der historisch erfolgreichsten Sumōtori, wurde in dieser Region geboren. Die Statue ehrt sein Erbe und seine Verbindung zu diesem historischen Schrein, der für seine Verbindung zum Sumo-Sport bekannt ist. Er gilt bis heute als einer der herausragendsten Sumōtori der Geschichte, obwohl er den Großmeistertitel Yokozuna 横綱 zu Lebzeiten nicht verliehen bekam.
Takashima-jō
Die Burg Takashima (高島城, Takashima-jō) befindet sich in Suwa, im Zentrum der Präfektur Nagano, Japan. Am Ende der Edo-Periode war die Burg Takashima der Sitz des Suwa-Clans, der Daimyō der Provinz Takashima. Das Schloss ist auch bekannt als "Das schwimmende Schloss von Suwa" (諏訪の浮城, Suwa-no-uki-shirō) oder Schloss Shimazaki (島崎城, Shimazaki-jō). Sie wurde ursprünglich auf einer Halbinsel errichtet, die in den Suwa-See hineinragt, wobei der See selbst einen Teil der Gräben bildet. Dies bedeutete, dass nur die dem Ufer zugewandte Seite mit starken Wällen versehen werden musste.
Das Schloss wurde 2017 als eines der 100 besten japanischen Schlösser gelistet.
Eines der Highlights dieser Japanreise: Nikko - Weltkulturerbe des UNESCO
In Nikko hat man das Gefühl die Zeit hätte still gestanden. Und vielleicht, ist das ja auch so… ?
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