
Echte Budoka zieht es immer wieder zurück ins Land der SAMURAI, sobald sie mal einen Fuß auf japanischen Boden setzen konnten. Denn sie sind wissbegierig und geben sich nicht mit Oberflächlichkeiten zufrieden. Sie möchten ihr Wissen vertiefen. Grund genug eine weitere spannende Studien- u. Trainingsreise in die Heimat unserer Kampfkunst Aikido zu realisieren, mit dieser Japanreise. Und weiter auf den Spuren des Begründers zu wandeln, sein Denken und Tun zu ergründen. Und ebenso wollten wir uns auch mit der Seele des AIKIDO, dem japanischen Schwert, genannt Katana od. japanisch Nihonto (日本刀) oft auch Shinken (真剣) genannt, auseinandersetzen und bei den Großmeistern studieren. Daher hier eine "kleine" Auswahl der vielen Bilder um euch einen geeigneten Einblick zu verschaffen:
Unsere Reise beginnt in Osaka u. seinem atemberaubenden Kaiyūkan (jap. 海遊館) einem der größten öffentlichen Aquarien der Welt. Und der Heimat der riesigen Walhaie, dem größten Fisch der Gegenwart:
Gefolgt von unserem ersten Wiedersehen u. Trainingstag bei Shichirotani Sensei in O-Sensei´s erstem Dojo im Zentrum des Ōmoto-kyō :
Tameshigiri in einem über 300 Jahre alten, original erhaltenden SAMURAI Anwesen in Kyoto :
Auch Essen ist immer ein wichtiges Thema, und das gemeinsame Abendessen haben wir uns wohlverdient u. lassen es uns schmecken
Und wieder zurück beim Ōmoto-kyō, wo uns an diesem Tag die Ehre zu Teil wird an einer Teezeremonie teilzunehmen und japanische Kalligraphie zu üben, eine große Ehre für uns an so einem besonderen Ort :
Mit Shihan Shichirotani Daikichi Sensei in seinem Dojo in Japan
Besuch der Shōgun (将軍) Burg, Nijō-Castle (jap. 二条城, Nijō-jō) auch Ninomaru Palace genannt :
Innen ist fotografieren leider verboten. Ein Gund mehr es sich mal selbst anzuschauen. Denn die Burg von Shōgun (将軍) Tokugawa Ieyasu sama ist wirklich imposant. Mit goldbemalten Wänden mit Tigern, Falken u. Kiefern, knarzenden Ninja-Böden und allem was das Herz begehrt.
Die Burg wurde 1603 von Shōgun Tokugawa Ieyasu angelegt. Sie diente als Residenz der Shōgune während ihres Aufenthaltes in der Kaiserstadt und wurde entsprechend groß befestigt. Eine sehr weitläufige Anlage.
Fahrt mit dem Romantic Train zum Einstieg für die Hozugawa River Boat Ride Tour die als die Beste in Japan beschrieben wird:
Mit Stechbooten über reißende Stromschnellen, das ist stellenweise nichts für schwache Nerven :
Die berühmte Togetsukyo Brücke in der Nähe vom Bambuswald Arashiyama, Kyōto :
Unterwegs in Gion (祇園) am Abend - Kyōtos berühmtestem Geisha-Viertel, was mit beleuchteten Schreinen u. Tempeln durchaus seinen eigenen Charme u. Reiz hat :
八坂神社 Yasaka-jinja in Gion, einer der größten Shinto Schreine in Japan
In Gion gibt es auch eine Filiale von Tozando, die auf Iaito´s spezialisiert ist, da können wir natürlich nicht dran vorbei gehen :
Ein sehr schöner Laden mit Schwertern und Tanto´s in Hülle u. Fülle, u. auch schönen SAMURAI Rüstungen, sowie natürlich einer Top Beratung für interssierte Besucher :
Und dann ein Stückchen nebenan bei einem sehr guten Koreaner zum Essen einkehren :
Überall in Japan wird sehr viel Wert auf Verbundenheit u. Einklang mit der Natur (wie im Shinto) gelegt u. wie hier kurzerhand mit ins Gebäude eingebaut bzw. das Haus darum gebaut oder der Baum einfach im Haus integriert. Sehr interessant anzuschauen.
Auf Entdeckungstour in den (auch abseits dieser großer Gassen) kleinen Gassen im nächtlichen Gion.
Und überall, wie in Japan üblich, kleine u. größere Shinto Schreine.
Hier machen wir uns auf den Weg den Hügel hinauf, zu einem Schrein der einem der bis heute größten Schwertkämpfer Japans gewidmet ist:
Myamoto Musashi
Diese Statue zeigt ihn in jüngeren Jahren :
Er gilt auch heute noch als der größte Schwertmeister Japans und hat in einer Höhle vor seinem Tod das Buch der Fünf Ringe geschrieben. Welches heute als Quelle für Lebensweisheiten und Managementstrategien angesehen wird. Musashi ist der Begründer der Niten-Ichiryu (der zwei Schwerter ein Himmel) Schule, dem Kampf mit Katana u. Wakizashi beidhändig - gleichzeitig.
Zwischen diesen zwei Bäumen lieferte sich Miyamoto Musashi ein Duell mit Yoshioka Ichimon. Und streckte seinen Gegner nieder. Er weihte den Schrein vor dem Duell ein. Seit dieser Zeit ist der Schrein mit Miyamoto Musashi verbunden :
Das rote Torii am Heian-jingu Schrein in Kyoto ist mit über 24 Metern Höhe eines der größten in Japan
Der Heian-jingū (jap. 平安神宮) ist ein Shintō-Schrein im Stadtbezirk Sakyō in der Kaiserstadt Kyōto. Er stammt aus dem 19. Jahrhundert und gehört zu den Chokusaisha (das sind einige, wenige Schreine die ein Anrecht auf einen Chokushi (勅使), einen besonderen Abgesandten des Tennō, zu besonders wichtigen Festen haben). Ein wichtiger Schrein also.
Die Sake-Fässer am Eingang des Heian Jingu Schreins (und auch an vielen anderen japanischen Schreinen) sind "Kazaridaru" – dekorative Spenden von Sake-Brauereien, die Wohlstand symbolisieren und eine spirituelle Verbindung zu den Göttern darstellen, auch wenn der eigentliche Sake für Rituale in kleineren Mengen verwendet wird :
Wenn wir schon hier sind, wollen wir natürlich auch diesen schönen BUDO Shop von Tozando besuchen. Hier gibt es vom Katana (Shinken), Iaito, Yoroi, bis hin zu Gi und Hakama, sowie Bokken, Tanto u. Jo, alles was das Herz eines richtigen Aikidoka höher schlagen lässt. Darunter auch authentische, jahrhundertealte Katana, Wakizashi u. Tanto :
Ein sehr schöner Laden.
Und da wir direkt an der Butokuden vorbei kommen. Können wir natürlich nicht einfach so daran vorbei gehen und machen einen kleinen Besuch. Die Butokuden (jap. 武徳殿, dt. „Halle der Kriegstugenden“) bezeichnet die älteste Übungsstätte der Kriegskünste in Japan. Es ist also das mit Abstand älteste Dōjō in Japan. Und das soll etwas heißen.
Nachdem Kammu-tennō im Jahre 794 seine Residenz in den Heian-Palast nach Heian-kyō (Kyōto) verlegt hatte, ließ er dort eine Trainingshalle für die Kondei (damalige Bezeichnung für die neu aufkommende Kriegskaste, später Samurai) errichten, die er Butokuden nannte.
Wir gehen über Ninenzaka u. Sannenzaka (zwei historische Straßen im Stadtteil Higashiyama die den Charme des alten Kyoto zur Zeit der Samurai wiederspiegeln) hoch hinauf zum Kiyomizu-dera (jap. 清水寺)
Von der riesigen Holzterasse aus hat man eine wahnsinns Aussicht fast über ganz Kyoto
Neben den riesigen buddhistischen Tempeln findet man immer wieder schöne, kleine Shintō Schreine :
Durch den Kiyomizu-dera Tempel (was wörtlich übersetzt in etwa so viel wie: "reines Wasser" bedeutet) fließt der berühmte Otowa-Wasserfall, der sich unten an diesem Becken in drei separate Wasserströme teilt die jeweils einen anderen Segen bringen sollen. Gesundheit/ Langlebigkeit (rechts), Liebe/ Beziehungen (mitte) und Erfolg im Studium/ Beruf (links). Am besten trinkt man mit einer Schöpfkelle, aus der Hand aber nur aus einem Strom um nicht unangenehm aufzufallen. :)
Und weiter geht´s mit dem Shinkansen nach Bizen Osafune
Angekommen im japanischen Schwertschmiede-Museum in Bizen Osafune. Einer der bedeutensten Schmieden Japans zur Zeit der Samurai.
Vor dem Eingang saß auch gleich noch eine Gottesanbeterin in voller Pracht u. Schönheit :
Hier dürfen wir uns heute exklusiv einen Teil des Schwertschmiedeprozesses einer späteren Katana Klinge mit anschauen bei Temperaturen bis zu 1.200 Grad.
Tamahagane Stahl ist eine traditionelle Art von Schmiedestahl, der in Japan seit Jahrhunderten zur Herstellung von hochwertigen Katana verwendet wird. Tamahagane bedeutet übersetzt so viel wie: “Juwelenstahl”, was auf die hervorragenden Eigenschaften des Materials hinweist.
Er wird aus Eisensand gewonnen, weshalb er zuweilen auch als Sandstahl bezeichnet wird, der in Japan´s Flüssen u. Gebirgsbächen zu finden ist. Tamahagane wird in einem aufwendigen Verfahren quasi in einem Lehmofen (welcher jeweils nur ein einziges Mal verwendet werden kann) "Tatara" genannt gewissermaßen "geboren", was mehrere Tage in Anspruch nimmt. Dabei wird der Kohlenstoffgehalt des Stahls kontrolliert und variiert, um die gewünschten Eigenschaften zu erreichen. Dabei mal im Ursprungsland zuschauen zu dürfen ist schon eine tolle Sache.
Ein "Brocken" Tamahagane Stahl aus dem später (nach 10-15 Faltvorgängen u. oft tausenden Stahllagen) die Katana Klinge ausgetrieben wird
Im Museum kann man verschiedene Arbeitsbereiche anschauen von Experten, von denen jeder seinen eigenen Teil zur Vervollständigung eines Katana beiträgt und fertigt, mit allen erforderlichen Anbauteilen und Saya.
Hier wird alles mit äußerster Präzision u. Sorgfalt gearbeitet. Damit später alles perfekt ineinander passt.
Wir machen uns wieder auf den Weg u. auf unserem Weg deutet schon alles auf eine in Japan jedem bekannte Geschichte hin. Die Geschichte der 47 Rōnin. Die Ereignisse gelten als vorbildliches Beispiel für die bedingungslose Treue der Samurai. Und zählen zu den Nationalmythen Japans.
Wir besuchen den Akō joseki kōen 赤穂城跡公園, „Burgruinenpark Akō“ und den Ōishi jinja 大石神社 .
Die Heimat der 47 Ronin und den Schrein der ihrem Anführer Ōishi Yoshio 大石 良雄 gewidmet ist.
Wir halten in dieser unglaublichen Atmosphäre inne u. versuchen uns die Zeit vorzustellen in der das Lehen Akō unter Fürst Asano noch aufblühte
Nach dem Beginn der Meiji-Zeit wurden alle Gebäude abgerissen. Im 20. Jahrhundert wurde Schritt für Schritt mit dem Wiederaufbau begonnen, einzelne Gebäude, Burgmauern und Wassergräben wieder Instandgesetzt. Bis heute ist es aber immer noch nicht vollständig
Hier sind wir am Ōishi jinja 大石神社 angekommen. Der Schrein ist Oishi und seinen 47 Ronin gewidmet die am 14. Dezember den Tod Ihres Herrn gerächt haben und steht an der Stelle an der Oishis Wohnhaus stand. Er soll Glück in Form der Erfüllung der eigenen Wünsche bringen
Und hier stehen sie alle 47 in Stein gemeißelt für die Ewigkeit, vor dem Ōishi jinja 大石神社 mit samt Namen
Die Statue von Ōishi, dem Anführer der 47 Ronin
Die Statue von Ōishi Kuranosuke vor dem Bahnhof in Akō. Man sieht hier Ōishi wie er den Angriffsbefehl gibt
Eine riesige Hängebrücke aus dem Zugfenster im vorbeifahren in der Präfektur Hyōgo. Die sieht genauso aus wie die Golden Gate Bridge
Wir sind in Kobe angekommen. Hier direkt das China Town Gate
Auf dem Heimweg wollen wir in einem der besten Steak House Restaurants Kobe Rind essen. Aber natürlich nicht bloß irgendwo, sondern direkt in KOBE !
Macht ja ja auch irgendwo Sinn :)
Dieses Restaurant ist mehrfach ausgezeichnet und tatsächlich eines der Besten in Kobe
Kobe-Rind bezeichnet die schwarzen Tajima-Rinder aus der Region um Kobe. Es gab mal das Gerücht die Tiere würden Musik hören und per Hand massiert werden. Fakt ist, manchmal hören sie im Stall tatsächlich Musik, per Hand massiert werden sie nicht. Es liegt an der besonderen Rasse. Gefüttert werden die Tiere mit einem besonderen Mix aus Getreide, Rüben, Kartoffeln und Biertreber-Silage! Dadurch wird das Fleisch besonders zart und saftig und erhält seinen charakteristisch-würzigen Geschmack.
Dank seiner dünnen Fettauflage und der enorm feinen Fett-Marmorierung die das ganze Fleisch gleichmäßig durchzieht ist es in der Spitzengastronomie weltweit äußerst beliebt. Daher liegt der Preis pro Kilo auch bei bis zu
€ 600 ! Manchmal sogar mehr.
Und natürlich vergessen wir auch nicht wenn jemand an dem Tag Geburtstag hat :)
Kyōto Station
Weiter geht´s mit dem Zug nach Nagoya
Zum Tokugawa Kunstmuseum - eine außergewöhnliche Sammlung der Tokugawa Familie
Das Tokugawa-Kunstmuseum zeigt Schätze der Owari-Tokugawa, dem ältesten der drei Familienzweige der Tokugawa. Es wurde 1935 in Nagoya von Yoshichika, dem Familienoberhaupt der neunzehnten Generation, gegründet, der die Daimyō-Kultur an künftige Generationen weitergeben wollte. Der Umfang und die Qualität der Familienschätze spiegeln den Status und die Geschichte der Owari Tokugawa wieder. Eine Sammlung, die die Daimyō-Kultur der Edo-Periode belebt - unvergleichlich in Quantität und Qualität. Es ist die größte Ausstellung ihrer Art über die Familie der Tokugawa in Japan.
Die Sammlung des Tokugawa-Kunstmuseums besteht im Wesentlichen aus den Nachlässen von Tokugawa Ieyasu und umfasst Schätze, die von den Fürsten von Owari geliebt wurden, die an der Spitze der drei Zweigfamilien (Gosanke) des Tokugawa-Shōguns standen. Dementsprechend gehören Qualität und Quantität der Sammlung zu den besten in Japan, insbesondere was die in einem Daimyō-Haus vererbten Schätze betrifft.
Darüber hinaus zeichnet sich das Museum dadurch aus, dass seine Sammlung über gut dokumentierte historische Aufzeichnungen verfügt, aus denen hervorgeht, dass die Objekte nicht einfach nur zu Anschauungszwecken gesammelt wurden, sondern für den tatsächlichen Gebrauch im offiziellen und privaten Leben der Daimyō verwendet wurden.
Ein MUSS für jeden SAMURAI Fan!
Viele, viele weitere Bilder folgen...